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Archiv Pressemitteilungen:

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23.01.2019 Ein Muskelprotein fördert die Heilung von Nerven

Normalerweise heilen verletzte Fasern in Gehirn und Rückenmark nicht. Bochumer Biologen hoffen auf neue Ansätze mittels Gentherapie.

Geschädigte Nervenfasern des Zentralen Nervensystems (ZNS) im Gehirn, Sehnerv oder Rückenmark sind normalerweise nicht regenerationsfähig. Grund dafür ist unter anderem, dass Nervenfasern die Proteine, die für ihr Nachwachsen notwendig sind, nicht oder nur unzureichend bilden. Das Team des Lehrstuhls für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) unter Leitung von Prof. Dr. Dietmar Fischer konnte zeigen, dass unter bestimmten Bedingungen in verletzten Nervenzellen des ZNS ein Protein gebildet wird, das bisher nur in Muskelzellen beschrieben wurde. Das Muscle-LIM-Protein trug in Versuchen zur Regeneration der verletzten Nerven bei. Das Forscherteam berichtet in der Zeitschrift „Cell Reports“ vom 22. Januar 2019.

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16.01.2019 Neurofeedback hilft Lernerfolg zu steuern

Wer seinen Gehirnrhythmus selbst reguliert, kann Kapazitäten für neu zu lernendes freigeben.

Um die gigantischen Mengen an Information, die auf uns einströmen, effizient bewältigen zu können, nutzt unser Gehirn Filtersysteme. Neuronale Alpha-Oszillationen gehören dazu. Sie helfen, den Informationsfluss in bestimmten Gehirnregionen herunterzufahren. Durch ein spezielles Training lassen sich die Oszillationen gezielt beeinflussen. Ein Team des Neural Plasticity Labs am Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Abteilung für Neurologie des RUB-Klinikums Bergmannsheil hat herausgefunden, dass Probanden so selbst Einfluss auf ihren Lernerfolg in einer Tastaufgabe nehmen können. Sie berichten im Journal Nature Communications vom 16. Januar 2019.

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16.01.2019 Klinische Neuropsychologie - Ambulanz und Weiterbildung aus einer Hand

Als einzige deutsche Hochschule bietet die Ruhr-Universität bei dieser Weiterbildung Theorie und Praxis unter einem Dach.

Die neuropsychologische Hochschulambulanz der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ist von der Psychotherapeutenkammer NRW ab Januar 2019 auch als Weiterbildungsstätte für alle theoretischen Grundlagen anerkannt worden. Damit verbindet die RUB bei der Weiterbildung zum Neuropsychologen auf einzigartige Weise Theorie und Praxis in einem ganzheitlichen, kompakten Konzept.

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11.01.2019 Stiftungsprofessur für Riechforscher

Hanns Hatt an der Mainzer Universität. Dort erklärt der Bochumer Riechforscher im Sommersemester 2019, wie der Geruchssinn funktioniert.

Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt vom RUB-Lehrstuhl für Zellphysiologie besetzt im Sommersemester 2019 die Stiftungsprofessur der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Er will dort einem breiten Publikum das Thema „Die Macht der Düfte: Alles über das Riechen und wie es unser Leben bestimmt“ vermitteln.

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19.12.2018 Das therapeutische Potenzial von Duftrezeptoren

Duftrezeptoren kommen in allen Geweben des Körpers vor und können dabei unterschiedliche Signalwege aktivieren. Das löst viele verschiedene Wirkungen in den Zellen aus.

Zellwachstum, Hormonregulation und das Freisetzen von Botenstoffen sind nur drei von vielen Prozessen, die Riechrezeptoren im Körper kontrollieren. Wie es ihnen gelingt, in so vielfältige Funktionen des Körpers einzugreifen, beschreibt ein Übersichtsartikel in der Zeitschrift „Nature Reviews Drug Discovery“. Der Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt, Ruhr-Univesität Bochum, veröffentlichte ihn gemeinsam mit Dr. Sung-Joon Lee, Korea University, und Prof. Dr. Inge Depoortere, Catholic University of Leuven, am 30. November 2018.

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19.12.2018 Wie das Gehirn reagiert, wenn man blind wird

Das Erblinden wirkt sich auf alle Sinne aus. Aber auch auf das Gedächtnis.

Wenn Mäuse kurz nach der Geburt aufgrund eines Gendefekts erblinden, hat das weitreichende Auswirkungen sowohl auf die Organisation der Großhirnrinde als auch auf die Gedächtnisleistung. Zu diesem Schluss kommen Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum in einer Studie, die sie am 7. Dezember 2018 online in der Zeitschrift „Cerebral Cortex“ veröffentlichten.

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17.12.2018 Neues Trainingskonzept gegen Demenz

Mit einer Kombination aus körperlichem und geistigem Training will das Projektteam kognitiven Beeinträchtigungen vorbeugen.

Eine Demenz ist nicht heilbar, es ist aber möglich, ihren Verlauf zu verlangsamen: An diesem Punkt setzt das neue Forschungsprojekt „go4cognition“ an, an dem Forscher des BG Klinikum Duisburg, der Ruhr-Universität Bochum und der Hamburger Fernhochschule beteiligt sind. Ein interdisziplinäres Team aus Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Institutionen – unter anderem Neuropsychologen, Sportwissenschaftler, Ärzte, Pflegewissenschaftler und Softwareentwickler – will darin ein System entwickeln, das die geistigen Fähigkeiten der Studienteilnehmer mit einer Demenz-Vorstufe verbessert oder zumindest auf dem aktuellen Niveau hält.

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13.12.2018 Förderung - Chorea Huntington

Förderung von Diagnostik, Therapie und Forschung

Das Katholische Klinikum Bochum, Universitätsklinikum der RUB, erhält eine Förderung über 5 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. Ziel ist, die Diagnostik, Therapie und Erforschung der Huntington-Erkrankung weiter zu verbessern.

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07.12.2018 Neue DFG-Forschungsgruppe - Szenarien der Vergangenheit

Wenn wir uns an etwas zu erinnern versuchen, rufen wir ein Szenario auf. Es wird erst konstruiert, während wir zurückdenken, meinen Forscher.

Hab ich die Kaffeemaschine zu Hause ausgeschaltet? Diese einfache Frage setzt in unserem Gehirn komplexe Prozesse in Gang, die dazu führen, dass wir ein Szenario konstruieren, in dem die Handlung vorkommt, an die wir uns zu erinnern versuchen. Solche Prozesse sind wenig erforscht, aber unverzichtbar für unseren Alltag. Ihnen auf die Spur zu kommen ist Ziel einer neuen Forschungsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Sen Cheng vom Institut für Neuroinformatik der Ruhr-Universität Bochum (RUB), die die Deutsche Forschungsgemeinschaft ab 1. Juli 2019 für drei Jahre fördert.

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03.12.2018 Glutamatrezeptor beeinflusst, wie sich Hirnzellen entwickeln

Bisher dachte man, dass dieses Protein nur bei Erwachsenen eine Rolle spielt. Doch das stimmt nicht.

Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Dr. Alexander Jack und Prof. Dr. Petra Wahle von der Arbeitsgruppe Entwicklungsneurobiologie in der Fachzeitschrift Molecular Neurobiology vom 12. November 2018.

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30.11.2018 Schalter für die Regeneration von Nervenzell-Isolierschicht entdeckt

Bei Krankheiten wie Multipler Sklerose degeneriert die Isolierschicht der Nervenbahnen. Neue Erkenntnisse könnten einen Ansatz für die pharmakologische Therapie liefern.

Ein internationales Forscherteam hat einen Mechanismus entdeckt, der die Regeneration der Isolierschicht von Nervenzellfortsätzen steuert. Diese Isolierung, auch Myelinscheide genannt, ist entscheidend für eine schnelle Signalübertragung zwischen den Zellen. Schäden an der Myelinscheide, wie sie bei Multipler Sklerose vorkommen, können die Funktion des Nervensystems stark beeinträchtigen. In der Zeitschrift „Glia“ beschreibt das Team um Dr. Annika Ulc, Dr. Simon van Leeuwen und Prof. Dr. Andreas Faissner von der Ruhr-Universität Bochum, die Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen aus Edinburgh, Münster und Hannover.

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23.11.2018 Malwettbewerb für Schüler und Schülerinnen

Wo sitzen eigentlich Stolz, Liebe und Wut?

Eine Ausstellung in der Universitätsbibliothek der RUB zeigt, wie Kinder sich ihre Gefühle vorstellen. Die Ausstellung basiert auf einem Malwettbewerb, ausgerichtet von der International Graduate School of Neuroscience und dem Sonderforschungsbereich 874 für Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse an Bochumer Grundschulen. Das Thema lautete: „Gefühlsdetektive – Spurensuche im Kopf: Wo sitzen eigentlich Stolz, Liebe und Wut?“.

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12.11.2018 Forschungspreis - Mit Stammzellen die Duchenne-Muskelerkrankung verstehen

Das Forschungsteam der RUB will die Grundlagen der Erbkrankheit untersuchen. Dafür bekommt es 50.000 Euro.

Patienten mit Duchenne-Muskeldystrophie leiden von Kindheit an unter Muskelschwäche und werden selten über 30 Jahre alt. Die Krankheit besser zu verstehen ist Ziel von Prof. Dr. Beate Brand-Saberi, Privatdozent Dr. Holm Zähres und Prof. Dr. Katrin Marcus. Dem Forschungsteam der RUB wurde am 10. November 2018 der mit 50.000 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Duchenne-Stiftung verliehen.

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31.10.2018 Wie es zur Dominanz von einer Hirnhälfte über die andere kommt

Die Mechanismen sind viel komplexer als bislang gedacht.

Linke und rechte Hirnhälfte sind auf unterschiedliche Aufgaben spezialisiert. Wie genau es einer Hemisphäre gelingt, bei einer bestimmten Funktion Dominanz über die andere zu gewinnen, ist jedoch unklar. Neue Erkenntnisse dazu beschreiben Biopsychologen der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Cell Reports“, online veröffentlicht am 30. Oktober 2018.

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29.10.2018 Warum Menschen beim Küssen und Umarmen Seitenvorlieben haben

Eine Umarmung beginnt man in der Regel mit der rechten Hand. Ähnliche Präferenzen gibt es auch bei anderen sozialen Berührungen. Ob man Rechts- oder Linkshänder ist, spielt dabei eine Rolle. Aber nicht nur.

Bei Berührungen in sozialen Kontexten, etwa beim Küssen oder Umarmen, haben Menschen häufig eine Seitenpräferenz, neigen den Kopf zum Beispiel eher nach rechts als nach links beim Küssen. Zu den Ursachen gibt es verschiedene Theorien. In einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift „Neuroscience und Biobehavioral Reviews“ tragen Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Victoria University of Wellington bislang existierende Daten zusammen, anhand derer sie die Theorien überprüfen. Der Artikel wurde im Oktober 2018 online veröffentlicht.

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25.10.2018 Grünen Star dank Biomarkern früh entdecken

Diese Augenkrankheit führt oft zum Erblinden. Ein schnelles Eingreifen könnte das verhindern.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben neue potenzielle Biomarker identifiziert, die helfen könnten, die Augenkrankheit Glaukom, auch bekannt als Grüner Star, bei Patienten früher zu erkennen.

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17.10.2018 Zwei neue Forschungsprojekte zum Gedächtnis in Bochum

Die beiden Projekte wollen bislang unbekannte neuronale Grundlagen des Arbeitsgedächtnisses aufdecken und widersprüchliche Befunde zum Einfluss von Stress auf das Gedächtnis in Einklang bringen.

Mit dem Einfluss von Stress auf das Langzeitgedächtnis und mit den neuronalen Grundlagen des Arbeitsgedächtnisses beschäftigen sich zwei neue Forschungsprojekte am Institut für Kognitive Neurowissenschaft der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Netherlands Organization for Scientific Research finanzieren sie im Rahmen des Förderprogramms „Open Research Area for the Social Sciences“. Insgesamt fließen rund eine Million Euro an die RUB.

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15.10.2018 Was im Gehirn passiert, wenn sich die Sinne schärfen

Übung macht den Meister – zum Beispiel, wenn es darum geht, feine Unterschiede sehen oder hören zu können. Das klappt aber nur, weil Nervenzellen Teamplayer sind.

Neue Erkenntnisse über das sogenannte perzeptuelle Lernen beschreibt die Gruppe aus Großbritannien, Deutschland, Italien und den USA in der renommierten Zeitschrift Nature Communications vom 12. Oktober 2018.

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12.10.2018 Hirnwellen ermöglichen Einblicke ins Navigationssystem des Gehirns

Die Ergebnisse eröffnen neue Ansätze für die frühe Alzheimer-Diagnostik.

Das Gehirn legt eine Art Landkarte unserer Umgebung an, was eine zuverlässige räumliche Navigation erlaubt. Charakteristika dieses Navigationssystems sind auch in Hirnwellen vorhanden, die mit Tiefenelektroden im menschlichen Gehirn messbar sind. Das berichten Forscher des Universitätsklinikums Freiburg, der RUB und der Universität Peking in der Zeitschrift Current Biology vom 11. Oktober 2018.

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05.10.2018 Wie das Gehirn im Schlaf lernt

Schlaf hilft, Erinnerungen zu festigen. Wie genau das funktioniert, haben Forscher aus Bochum und Bonn untersucht. Auch Dinge, die wir vergessen, sind nicht sofort weg.

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17.09.2018 Pflanzenwirkstoff beschleunigt Heilung verletzter Nerven

Trotz intensiver Forschung ist es in den vergangenen 30 Jahren nicht gelungen, die Behandlung von Nervenverletzungen wesentlich zu verbessern. Das könnte sich jetzt ändern.

Schäden an Nerven heilen sehr langsam oder gar nicht, oft bleiben dauerhafte Lähmungen zurück. Bisher gibt es kein wirksames Medikament, das die Heilung verbessert oder beschleunigt. Neurobiologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um den neu auf den Lehrstuhl für Zellphysiologie berufenen Prof. Dr. Dietmar Fischer haben jetzt eine mögliche Wirkstoffklasse ausgemacht: Bei Mäusen und Ratten konnten sie zum ersten Mal zeigen, dass ein Wirkstoff aus dem Mutterkraut nach einer Verletzung des Ischiasnervs die Nervenfunktion deutlich verbessert. In einem neuen Projekt, das im Oktober 2018 startet, wollen sie untersuchen, ob die Substanz auch bei anderen Verletzungsarten oder Nervenschmerzen wirksam ist. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit rund 1,25 Millionen Euro für zunächst drei Jahre. Ziel ist es, ein Medikament zu entwickeln.

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07.09.2018 So vergisst das Gehirn mit Absicht

Zwei Hirnregionen haben scheinbar eine Schlüsselrolle beim Vergessen.

Was im Gehirn passiert, wenn Menschen willentlich etwas vergessen, hat ein Team der Ruhr-Universität Bochum und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg gemeinsam mit Kollegen aus Bonn, den Niederlanden und Großbritannien erforscht. Sie identifizierten zwei Hirnbereiche – den präfrontalen Kortex und den Hippocampus –, deren Aktivitätsmuster charakteristisch für den Prozess des Vergessens sind. Die Hirnaktivität maßen sie bei Epilepsie-Patienten, denen zur Operationsplanung Elektroden in das Gehirn implantiert worden waren. Die Ergebnisse beschreiben die Forscherinnen und Forscher um Carina Oehrn und Prof. Dr. Nikolai Axmacher in der Zeitschrift Current Biology, online veröffentlicht am 6. September 2018.

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04.09.2018 Hanns Hatt bleibt Präsident der Union der Akademien

Der RUB-Biologe Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt hat am 1. September 2018 seine zweite Amtszeit als Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften angetreten. Er wurde im April im Amt bestätigt und hat es für die kommenden drei Jahre inne. Eine erneute Wiederwahl ist nicht möglich.

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03.09.2018 Unterdrückte Erinnerungen bei traumatisierten Geflüchteten

Krieg, Folter, Naturkatastrophen – emotionale Extremerfahrungen können zu posttraumatischer Belastungsstörung führen. Aber nicht alle Menschen sind gleich empfänglich für die Krankheit.

Was im Gehirn passiert, wenn Menschen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) versuchen, Erinnerungen willentlich zu unterdrücken, hat ein internationales Forscherteam analysiert. Bei einem Gedächtnistest zeichneten sie mittels Magnetenzephalografie die Hirnaktivität von schwer traumatisierten Geflüchteten auf und verglichen die Ergebnisse bei Teilnehmern mit und ohne PTBS. Die Daten geben Hinweise auf die neuronalen Grundlagen von wiederkehrenden traumatischen Erinnerungen und für die Therapie.

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29.08.2018 Brain Day - Hirnforschung zum Anfassen

Milliarden Nervenzellen arbeiten in unseren Köpfen auf Hochtouren. Wie sie dabei unser Leben beeinflussen, erklären Neurowissenschaftler einmal im Jahr der breiten Öffentlichkeit.

Die Hirnforscher der RUB laden zum Brain Day ein. Am 19. September 2018 dreht sich alles um aktuelle Forschungsergebnisse aus den Neurowissenschaften. Zwischen 13 und 17 Uhr erwarten die Gäste im Veranstaltungszentrum der RUB Vorträge, Präsentationen und Mitmach-Aktionen rund um die neuesten Themen aus der Hirnforschung.

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29.08.2018 Wie sich das Gehirn von Huftieren entwickelt

Meist wird die Hirnentwicklung an Nagetieren untersucht. Von diesen kann man aber nicht einfach auf alle Säugetiere schließen.

Huftiere müssen sofort nach ihrer Geburt mit ihren Herden ziehen und kommen daher mit nahezu komplett ausgereifter Wahrnehmung und Motorik auf die Welt. Über ihre Gehirnentwicklung ist bislang wenig bekannt. Denn diese ist überwiegend an unreif geborenen Spezies, beispielsweise Nagetieren, erforscht worden. Neue Einblicke in die Entwicklung des zentralen Nervensystems bei Huftieren hat ein Team der Ruhr-Universität Bochum um Laura Ernst und Prof. Dr. Petra Wahle aus der Arbeitsgruppe Entwicklungsneurobiologie gemeinsam mit Kollegen aus Heidelberg und Spanien sowie vom Regionalverband Ruhr Grün gewonnen. Die Ergebnisse sind in der Zeitschrift „Brain Structure and Function“ vom 9. August 2018 beschrieben.

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24.08.2018 Wie sich das Gehirn nach einem Schlaganfall repariert

Mit einer neuen Mikroskopietechnik haben die Forscher erstmals Veränderungen einer bestimmten Struktur in der Umgebung der Nervenzellen sichtbar gemacht.

Wie sich die Hirnstruktur verändert, wenn sich das Gehirn nach einem Schlaganfall wieder regeneriert, haben Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) und der RUB untersucht. Mit neuartiger Mikroskopietechnik beobachteten sie die Netze, die die Nervenzellen umschließen. Das Team von der Medizinischen Fakultät der UDE und vom RUB-Lehrstuhl für Zellmorphologie und Molekulare Neurobiologie beschreibt die Ergebnisse im Journal of Matrix Biology, online veröffentlicht am 6. August 2018.

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21.08.2018 Wie sich die Gehirne von Aufschiebern und Machern unterscheiden

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. An dieses Motto halten sich nicht alle Leute. Das könnte an zwei bestimmten Hirnregionen liegen.

Warum manche Menschen Aufgaben eher vor sich herschieben als sofort zu handeln, haben Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Mittels Kernspintomografie identifizierten sie zwei Hirnbereiche, deren Größe und funktionelle Verknüpfung damit zusammenhängt, wie gut eine Person ihre Handlungen kontrollieren kann. Die Ergebnisse berichtet das Team um Caroline Schlüter, Dr. Marlies Pinnow, Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün und Dr. Erhan Genç von der Arbeitseinheit Biopsychologie in der Zeitschrift Psychological Science vom 17. August 2018.

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16.07.2018 Duftrezeptoren können viel mehr als nur riechen

Duftrezeptoren finden sich in allen menschlichen Geweben und könnten auch für die Medizin interessant sein. Dies und was noch fehlt, um ihr Potenzial zu nutzen, beschreiben Bochumer Forscher in einem Übersichtsartikel.

Zahlreiche Studien belegen mittlerweile, dass Duftrezeptoren nicht nur für das Riechen relevant sind, sondern in allen Organen eine Rolle spielen. Einen Überblick über die bereits entdeckten Rezeptoren und ihre Funktionen im menschlichen Körper geben Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt und Dr. Désirée Maßberg vom Lehrstuhl für Zellphysiologie der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Physiological Reviews“, online vorab veröffentlicht am 13. Juni 2018.

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12.07.2018 Warum die linke Hirnhälfte Sprache besser versteht als die rechte

Neue bildgebende Verfahren erlauben zuvor unmögliche Einblicke in die Mikrostruktur der entscheidenden Hirnregion.

Nervenzellen in der Hirnregion Planum temporale besitzen in der linken Hemisphäre mehr Verbindungen als in der rechten Hemisphäre – und das ist entscheidend für eine schnellere Sprachverarbeitung, berichten Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dresden in der Zeitschrift „Science Advances“. Beweise für die Sprachdominanz der linken Hemisphäre gab es bereits viele; bislang war jedoch unsicher, was auf neuroanatomischer Ebene dahintersteckt.

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14.06.2018 Proteinsequenz fördert Verzweigung von Nervenzellen

Dieses Molekül könnte helfen, Zellersatztherapien zu entwickeln.

Das Gehirn ist besonders sensibel gegenüber Erkrankungen und Verletzungen, daher bemüht sich die regenerative Medizin um Therapien für den Ersatz von Nervenzellen. Forscher der RUB und der Technischen Universität Dortmund fanden nun heraus, dass eine kurze Sequenz des Proteins Tenascin-C Nervenzellen dazu anregen kann, neue Verzweigungen zu bilden. Sie beobachteten die Effekte, nachdem sie das Eiweißmolekül zu kultivierten Maus-Nervenzellen hinzugegeben hatten. Das Team identifizierte auch einen möglichen Signalweg, der die verzweigungsfördernde Wirkung des Peptids erklären könnte.

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08.06.2018 Virtuelles Gehirn gibt Einblicke in Gedächtnisprobleme bei Depression

Die Konsequenzen von lang anhaltenden depressiven Phasen könnten weitreichender sein als bislang gedacht.

Während einer depressiven Phase verringert sich die Fähigkeit des Gehirns, neue Nervenzellen zu bilden – mit negativen Folgen für das Gedächtnis. Dass Menschen sich in depressiven Phasen schlechter an aktuelle Ereignisse erinnern, war bereits bekannt. Nun zeigten Forscher dass auch ältere Erinnerungen betroffen sein könnten. Das Team um Neuroinformatiker Prof. Dr. Sen Cheng stellte ein depressives Gehirn in einem Computermodell nach. Je länger eine depressive Phase im Modell andauerte, desto weiter reichten die Gedächtnisprobleme zurück.

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05.06.2018 Was transkranielle Magnetstimulation im Gehirn bewirkt

Das Verfahren ermöglicht eine Reorganisation der Verbindungen zwischen Nervenzellen, die für Therapien nützlich sein kann.

Neue Erkenntnisse, wie transkranielle Magnetstimulation (TMS) auf Verschaltungen von Nervenzellen wirkt, haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum gewonnen. Sie nutzten fluoreszierende Farbstoffe, die Auskunft über die Aktivität von Nervenzellen geben. Am Beispiel von kortikalen Karten zeigten sie im Tiermodell, dass TMS-Stimulation Nervenzellverbindungen in der Sehrinde des Gehirns empfänglicher für Reorganisationsprozesse macht.

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18.05.2018 Sonderforschungsbereich 874 wird weiter gefördert

Drei Sonderforschungsbereiche gehen in die dritte Förderphase - Plasmaforscher, Tunnelbauexperten und Neurowissenschaftler freuen sich.

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) freut sich dreifach: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat beschlossen, drei Sonderforschungsbereiche für ihre jeweils dritte und letzte Förderperiode weiter zu finanzieren. Die Verbünde drehen sich um die Nutzung von Hochleistungsplasmen, maschinellen Tunnelbau und die Verarbeitung von Sinneseindrücken im Gehirn. Somit waren alle Anträge der RUB erfolgreich. Außerdem wurde ein neuer Sonderforschungsbereich/Transregio zum Thema Oxidkatalyse an den Universitäten Bochum und Duisburg-Essen bewilligt.

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15.05.2018 Weniger vernetzte Gehirne sind intelligenter

Die Ergebnisse klingen auf den ersten Blick paradox, vereinen aber zuvor widersprüchliche Befunde.

Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger vernetzt sind die Nervenzellen in seiner Großhirnrinde. Zu diesem Ergebnis kommen Neurowissenschaftler um Dr. Erhan Genç und Christoph Fraenz von der Ruhr-Universität Bochum nach einer Studie mit einer besonderen Form der Magnetresonanztomografie, die Einblicke in die mikrostrukturelle Verschaltung des Gehirns erlaubt.

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09.05.2018 Stress hilft beim Verlernen von Angst

Neue Erkenntnisse über das Extinktionslernen könnten nützlich für Therapien sein.

Stress kann positive Effekte auf das Extinktionslernen haben, bei dem zuvor erlernte Assoziationen aufgelöst werden. Wie Kognitionspsychologen der Ruhr-Universität Bochum herausfanden, sorgt Stress dafür, dass das Extinktionslernen unabhängig vom Kontext erfolgt. Das könnte zum Beispiel für Therapien von Angststörungen nützlich sein. Dr. Shira Meir Drexler, Prof. Dr. Oliver Wolf und Privatdozent Dr. Christian Merz vom Bochumer Institut für Kognitive Neurowissenschaft beschreiben die Ergebnisse in der Zeitschrift Behavior Therapy.

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03.05.2018 Biopsychologie - Krokodile hörten Klassische Musik im MRT-Scanner

Warum Felix Ströckens und Mehdi Behroozi Krokodilen im Kernspintomografen Musik vorgespielt haben.

Krokodile haben sich in den vergangenen 200 Millionen Jahren kaum verändert und stellen eine Brücke zwischen den Dinosauriern und den Vögeln dar. Ihre Untersuchung erlaubt daher einen tiefen Einblick in die Evolution. Dr. Felix Ströckens und Mehdi Behroozi gehören zu einem Forscherteam, das am Lehrstuhl für Biopsychologie der RUB die Reptilien zum ersten Mal mit der funktionellen Kernspintomografie untersuchen konnte.

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02.05.2018 Was Schnurrhaare so empfindlich macht

Entscheidend sind nicht die Tasthaare selbst, sondern etwas anderes.

Eine bestimmte Art von Nervenzellen in der sechsschichtigen Großhirnrinde verleiht Schnurrhaaren von Tieren ihre besondere Empfindlichkeit. RUB-Forscher zeigten bei Mäusen, dass das Zusammenspiel von Zellen in der sechsten Schicht des Kortex mit einer anderen Hirnregion, dem Thalamus, entscheidend dafür ist, dass Nager ihre Umgebung mit den Tasthaaren so gut beurteilen können. François Pauzin und Prof. Dr. Patrik Krieger von der Abteilung Systemische Neurowissenschaften beschreiben die Arbeiten in der Fachzeitschrift Cell Reports vom 1. Mai 2018.

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23.04.2018 Wie chronische Psychosen entstehen

Ein Rezeptor für den Botenstoff Glutamat könnte eine besondere Rolle spielen.

Was auf molekularer Ebene im Gehirn passiert, wenn eine Psychose chronisch wird, haben Neurowissenschaftlerinnen der RUB untersucht. Sie zeigten, dass der Botenstoff Glutamat am Entstehen der Krankheit beteiligt ist.

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04.04.2018 Lichtenberg-Professur

Wie Kinder die Welt sehen - Wir wissen noch erstaunlich wenig über die Entwicklung des kindlichen Gehirns. Sarah Weigelt geht dem auf den Grund.

Wie sehen Kinder die Welt? Um diese Frage kreist die Forschung von Prof. Dr. Sarah Weigelt. Die Volkswagenstiftung fördert ihre Arbeit mit einer Lichtenberg-Professur, die für eine Dauer von fünf Jahren mit knapp 1,4 Millionen Euro dotiert ist.

An der Fakultät für Psychologie besetzt Weigelt eine Professur für Entwicklungsneuropsychologie mit dem Projekttitel „Developmental Cognitive Neuroscience: The developing visual brain“.

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23.03.2018 Roboterarm mit dem Gehirn bewegen

In der virtuellen Welt untersuchen Forscher die Grundlagen für die Mensch-Maschine-Zusammenarbeit.

Für Patienten, die nach einem Unfall oder einer Erkrankung halsabwärts gelähmt sind, wäre es ein ungeheurer Gewinn an Eigenständigkeit: ein Roboterarm, der sich steuern lässt wie ein eigenes Körperteil. Die Emmy-Noether-Nachwuchsforschergruppe von Dr. Christian Klaes arbeitet daran, diesen Traum wahr zu machen.

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08.03.2018 Wie das Gehirn Stress beim Lernen kompensieren könnte

Freund oder Feind, kariert oder gestreift – das Gehirn sortiert die Umwelt ständig in Kategorien. Wie das auch unter Druck gut klappt, haben Forscher der RUB untersucht.

Wenn Menschen Situationen in Sekundenschnelle einordnen müssen, hilft es, auf gelernte Kategorien zurückgreifen zu können. Wie gut das Lernen von Kategorien in stressigen Situationen funktioniert, haben Psychologen der Ruhr-Universität Bochum mittels Elektroenzephalographie, kurz EEG, untersucht. Im „Journal of Cognitive Neuroscience“ beschreiben sie einen Mechanismus, mit dem das Gehirn Stress kompensieren könnte.

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08.03.2018 Wenn Maschinen Menschen überflügeln

Möchten wir Maschinen haben, die intelligenter sind als wir?

Neuroinformatik möchte einerseits das menschliche Gehirn verstehen, andererseits Algorithmen entwickeln, die menschliche geistige Fähigkeiten nachbilden oder gar übertreffen. Die jüngsten Erfolge des Maschinellen Lernens zeigen, dass es zunehmend gelingt, den Menschen zu überflügeln, zum Beispiel bei dem Spiel „Go“, bei bestimmten Computerspielen oder der Erkennung von Objekten in Fotos.

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05.03.2018 Wenn Zebrafinken Liebeslieder hören

Was im Gehirn von Zebrafinken bei der Wahl des Paarungspartners passiert.

Ob ein Zebrafinken-Weibchen ein Männchen als Paarungspartner wählt, hängt ganz vom Balzgesang des Männchens ab. Welche Gehirnregionen entscheiden, ob das Liebesgezwitscher zur Wahl des Partners führt, haben Forscher der Universiteit Antwerpen, der McGill University in Montreal und der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Sie analysierten die Hirnaktivität der Vögel mit funktioneller Kernspintomografie und identifizierten eine entscheidende Region, die wie ein Knotenpunkt fungiert.

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21.02.2018 Zwei rivalisierende Theorien in einem Modell vereint

Computermodelle helfen, das Gedächtnis zu verstehen.

Schon lange diskutieren Hirnforscher darüber, ob ein bestimmter Teil des menschlichen Gedächtnisses aus zwei getrennten Systemen besteht oder nicht. Ein neues Computermodell von Bochumer Neuroinformatikern zeigt auf, wie die gegensätzlichen Theorien zusammengeführt werden könnten. Das Team um Prof. Dr. Sen Cheng und Dr. Jing Fang stellt die Ergebnisse im Fachmagazin „Neural Computation“ vor.

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24.01.2018 Gefühle entscheiden, von welcher Seite wir uns umarmen

Warum Männer-Umarmungen eine Ausnahme sind.

In emotional aufgeladenen Situationen umarmen wir uns öfter linksseitig als in neutralen Zusammenhängen. Das haben Biopsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Julian Packheiser, Noemi Rook und Privatdozent Dr. Sebastian Ocklenburg herausgefunden, indem sie über 2.500 Umarmungen auswerteten.

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22.01.2018 Umfangreiche Richtlinien für Multiple-Sklerose-Therapie veröffentlicht

Seit 1993 kommen immer wieder neue Medikamente gegen die Krankheit auf den Markt. Sie alle sind mit Chancen und Risiken verbunden. Ein Überblick fehlte bislang.

Für die medikamentöse Behandlung der Multiplen Sklerose (MS) hat ein internationales Team 20 Richtlinien zusammengestellt. Sie machen Chancen und Risiken, mit denen diese Substanzen verbunden sind, transparent und sollen Betroffene so dabei unterstützen, die passende Arznei für den jeweiligen Fall auszuwählen.

Die Richtlinien erarbeiteten 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. Xavier Montalban von der Universitätsklinik Vall d’Hebron in Barcelona und Prof. Dr. Ralf Gold vom Bochumer Universitätsklinikum St. Josef-Hospital. Sie sind in den Fachzeitschriften „Multiple Sclerosis Journal“ und „European Journal of Neurology“ erschienen.

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20.12.2017 Antidepressivum könnte gegen Multiple Sklerose helfen

Forscher haben die Wirksamkeit eines altbekannten Medikaments bei einer völlig anderen Krankheit getestet.

Das Antidepressivum Clomipramin könnte auch gegen die Symptome der Multiplen Sklerose (MS) helfen, speziell gegen die progrediente Form, die ohne Schübe verläuft. Gegen diesen MS-Typ gibt es bislang kaum Medikamente. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Prof. Dr. V. Wee Yong von der University of Calgary und Dr. Simon Faissner von der Ruhr-Universität Bochum screenten 1.040 generisch erhältliche Medikamente und fanden darunter eines, das basierend auf präklinischen Untersuchungen für die Multiple-Sklerose-Therapie infrage kommt. In der Zeitschrift „Nature Communications“ vom 19. Dezember 2017 berichten sie über ihre Ergebnisse.

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18.12.2017 Wie aus Gerüchen Langzeiterinnerungen werden

Der Duft von Omas Weihnachtsplätzchen oder das Parfüm des ersten Schwarms – manche Gerüche sind wie ein Schlüssel zu einer Tür in die Vergangenheit.

Welche Bereiche des Gehirns dafür verantwortlich sind, dass ein Geruch als Langzeiterinnerung abgespeichert wird, haben die Bochumer Neurowissenschaftlerinnen Dr. Christina Strauch und Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan untersucht. Manche Düfte können Erinnerungen an lange zurückliegende Erlebnisse triggern. Die aktuelle Studie zeigt, dass der piriforme Kortex, ein Teil des Riechhirns, am Abspeichern dieser Erinnerungen beteiligt ist; allerdings funktioniert der Mechanismus nur im Zusammenspiel mit anderen Hirnregionen. Die Ergebnisse berichtet das Team der Ruhr-Universität Bochum in der Fachzeitschrift Cerebral Cortex.

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22.11.2017 „Wir sollten unseren bisherigen Forschungsansatz überdenken“

Ein Team von Hirnforschern blickt über die wissenschaftliche Routine hinaus – und fordert eine bessere Vernetzung in der eigenen Disziplin.

„Wenn wir verstehen wollen, wie das Zusammenspiel von Molekülen unser Verhalten prägt, müssen wir unseren bisherigen Forschungsansatz überdenken.“ So lautet das Fazit eines Übersichtsartikels, den ein Team von Hirnforschern in der Fachzeitschrift „The Neuroscientist“ veröffentlicht hat. Sie fordern einen ganzheitlicheren Ansatz in der Neurowissenschaft.

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29.09.2017 Gamer haben Vorteile beim Lernen

Videospiele sind offenbar besser als ihr Ruf.

Neuropsychologen der Ruhr-Universität Bochum haben Computerspieler und andere Probanden bei einer Lernaufgabe gegeneinander antreten lassen. Die Gamer schnitten signifikant besser ab und zeigten während des Tests eine höhere Aktivität in einem lernrelevanten Hirnbereich. Über die Studie berichten Prof. Dr. Boris Suchan, Sabrina Schenk und Robert Lech in der Fachzeitschrift Behavioural Brain Research.

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26.09.2017 Tauben beim Multitasking besser als Menschen

Für kognitive Fähigkeiten braucht es nicht die komplexe Großhirnrinde der Säugetiere – wie man lange angenommen hat. Das kleine Vogelgehirn reicht völlig aus.

Tauben können genauso schnell wie Menschen zwischen zwei Aufgaben hin und her wechseln – in manchen Situationen sind sie sogar noch schneller. Zu diesem Ergebnis kommen Biopsychologen, nachdem sie Vögel und Menschen mit dem gleichen Verhaltensexperiment getestet haben. Als Ursache für die leichten Vorteile der Vögel beim Multitasking vermuten die Autoren die höhere Neuronendichte im Gehirn der Tauben.

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07.09.2017 Ein Blick ins Gehirn

Es ist alles eine Frage der Nerven. Behaupten die Neurowissenschaftler. Und erklären es einmal im Jahr der Öffentlichkeit.

Die Hirnforscher der RUB laden zum Brain Day ein. Am 13. September 2017 dreht sich alles um aktuelle Forschungsergebnisse aus den Neurowissenschaften. Zwischen 13 und 17 Uhr erwartet die Gäste im Veranstaltungszentrum der RUB ein buntes Programm unter anderem mit Vorträgen und Präsentationen.

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30.08.2017 Standardmethoden könnten Ergebnisse verfälschen

Hirnnervenzellen sind Sensibelchen. Nur auf natürliche Signale reagieren sie normal. Neurowissenschaftler müssen daher vielleicht umlernen.

Wenn Neurowissenschaftler Nervenzellen bei ihrer Arbeit untersuchen, nutzen sie normalerweise ein standardisiertes Verfahren, bei dem die Zellen mit künstlichen Aktionspotenzialmustern elektrisch stimuliert werden. Das ist möglicherweise ein Fehler, wie das Team von Prof. Dr. Patrik Krieger von der Abteilung für Systemische Neurowissenschaften in der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum (RUB) feststellt. Die Forscher haben statt der künstlichen Aktionspotenzialmuster natürliche Erregungsmuster verwendet und damit andere Ergebnisse erzielt. Ihre Studie veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift Frontiers in Cellular Neuroscience.

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24.08.2017 Wie die Emotionen anderer den Geruchssinn beeinflussen

Ob etwas gut riecht oder nicht, hängt nicht nur von der eigenen Nase ab.

Der emotionale Gesichtsausdruck anderer Menschen beeinflusst, wie positiv oder negativ wir selbst einen Duft empfinden. Grundlage für diesen Effekt scheint die Aktivität eines Hirnbereiches zu sein, der für das Riechen zuständig ist und schon vor der Wahrnehmung eines Geruches aktiv wird. Das berichten Neuropsychologen der Ruhr-Universität Bochum in der Fachzeitschrift Scientific Reports.

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19.07.2017 Behandlung gegen Spinnenangst wirkt auch gegen andere Ängste

Wer sich seiner Angst vor Spinnen stellt, dem kann danach auch keine Schabe mehr was.

Spinnen machen vielen Menschen Angst, und wer Angst vor Spinnen hat, fürchtet sich oft auch vor anderen Tieren wie Ratten, Schlangen oder Schaben. Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben nun festgestellt, dass sich der Erfolg einer Behandlung gegen Spinnenangst auch auf andere zuvor furchteinflößende Tiere auswirkt: Personen, die ihre Angst vor Spinnen durch ein Konfrontationstraining reduziert hatten, fürchteten auch Schaben deutlich weniger. Das Team berichtet im Journal „Neuropsychopharmacology“.

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22.06.2017 Die Karte im Kopf

Orientierungssinn oder Sehsinn – worauf verlassen sich Ratten eher, wenn sie sich an einem fremden Ort zurechtfinden sollen?

Wollen sich Ratten in einer neuen Umgebung orientieren, erschaffen sie mithilfe spezialisierter Gehirnzellen eine mentale Karte von ihrem Umfeld. Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum haben untersucht, ob die Tiere sich dabei eher auf das verlassen, was sie sehen, oder auf ihren Orientierungssinn. Das Team um die Neurophysiologin Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan und den Neuroinformatiker Prof. Dr. Laurenz Wiskott veröffentlichte seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Frontiers of Behavioral Neuroscience.

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12.05.2017 Der Duftstoff Hedion beeinflusst menschliches Verhalten

Ob Menschen – so wie Tiere – über Pheromone kommunizieren, ist umstritten. Eine Studie von Riech- und Verhaltensforschern der Universitäten Bern, Köln und Bochum könnte der Forschung neuen Antrieb geben.

Eine neue Studie legt nahe, dass der blumige Duftstoff Hedion menschliches Verhalten beeinflusst. In verhaltensökonomischen Laborstudien von Forschern der Universitäten Bern, Bochum und Köln verstärkte Hedion reziproke Verhaltensweisen nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“. Diese Ergebnisse sind auch deshalb von Bedeutung, da Hedion zuvor als erster Duft identifiziert wurde, der einen menschlichen Pheromonrezeptor (VN1R1) erregt. Dadurch wird eine Aktivierung einer Gehirnregion hervorgerufen, die an der Hormonsteuerung beteiligt ist, bei Frauen ist der Effekt sogar zehnmal stärker als bei Männern.

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20.04.2017 Was wir von Fischen und Tauben über Händigkeit lernen können

Sie haben zwar keine Hände, aber trotzdem einiges mit dem Menschen gemeinsam.

Links-rechts-Unterschiede im Gehirn sind nicht einzigartig für den Menschen. Das belegen Studien mit verschiedenen Spezies, zum Beispiel die Arbeiten mit Tauben an der Ruhr-Universität Bochum. In einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift Neuron stellen die Biopsychologen Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün und Privatdozent Dr. Sebastian Ocklenburg Belege zusammen, die diese Aussage stützen. Die Forscher ziehen aus den Tierdaten auch Rückschlüsse darauf, wie Asymmetrien beim Menschen entstehen.

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22.03.2017 Seltene Muskelkrankheit entdeckt

Nach der Ursache für diese Krankheit mussten die Bochumer Mediziner gründlich suchen. Und auch jetzt sind noch viele Fragen zu den zugrunde liegenden Mechanismen offen.

Muskelschwäche in den Beinen, ein unsicherer Gang, die ständige Gefahr zu stolpern – solche Symptome sind üblich für Menschen mit Muskelerkrankungen. Auf den Patienten, der mit diesen Beschwerden ins Universitätsklinikum Bergmannsheil kam, passte aber keine der bekannten Diagnosen. Eine ausführliche Untersuchung durch die Bochumer Mediziner ergab schließlich, dass sie es mit einer neuen Krankheit zu tun hatten.

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15.03.2017 Wie sich die Zellumgebung bei bestimmten Augenkrankheiten verändert

Durchblutungsstörungen der Netzhaut sind eine häufige Ursache für Erblindungen. Das Gerüst aus Proteinen, das die Zellen umgibt, könnte eine entscheidende Rolle dabei spielen.

Wenn die Netzhaut nicht ausreichend mit Blut versorgt ist, verändert sich das Proteingerüst in der Umgebung der retinalen Zellen, die sogenannte extrazelluläre Matrix. Verschiedene Augenerkrankungen, etwa der Grüne Star, gehen mit solchen Durchblutungsstörungen einher. Wie genau sich die extrazelluläre Matrix dabei umstrukturiert, beschreiben Forscher der Ruhr-Universität Bochum in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“.

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03.03.2017 Wenn verschiedene Gehirne sprechen

Mühelos erzeugt das Gehirn gesprochene Worte. Die zugrunde liegende Hirnaktivität sieht aber bei jedem Menschen etwas anders aus. Warum?

Kein Gehirn ist wie das andere. Bei manchen Menschen ist es ein bisschen größer oder ein bisschen schwerer als bei anderen, manche haben mehr graue, andere mehr weiße Substanz. In wissenschaftlichen Studien werfen Hirnforscher am Ende der Datenerhebung üblicherweise alle Gehirne in einen Topf und bilden einen Mittelwert. Nicht so Patrick Friedrich. Der Doktorand in der Arbeitseinheit für Biopsychologie interessiert sich für die Unterschiede zwischen den Gehirnen verschiedener Personen. Aber nicht nur auf anatomischer Ebene. Mit der funktionellen Kernspintomografie erfasst er auch Unterschiede in der Hirnaktivität.

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23.02.2017 Symposium - Roboter in der Medizin

Hilfsmittel mit den Gedanken steuern oder trotz Querschnittslähmung wieder gehen: keine Zukunftsmusik, sondern Realität.

Was Robotertechnologien in der medizinischen Therapie leisten können, hat ein außergewöhnliches Symposium am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil gezeigt. International renommierte Experten und Wissenschaftler stellten am 21. Februar 2017 modernste robotergestützte Verfahren vor, die schon heute in der Behandlung von querschnittsgelähmten Patienten spektakuläre Erfolge erzielen.

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17.02.2017 Warum wir Links- oder Rechtshänder sind

Anders als gedacht liegt die Ursache scheinbar nicht im Gehirn.

Ob Menschen Rechts- oder Linkshänder werden, bestimmt nicht das Gehirn, sondern das Rückenmark. Diese Schlussfolgerung legen Ergebnisse eines Teams um Privatdozent Dr. Sebastian Ocklenburg, Judith Schmitz und Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün nahe. Die Biopsychologen der Ruhr-Universität Bochum wiesen mit Kollegen aus den Niederlanden und Südafrika nach, dass die Genaktivität im Rückenmark bereits im Mutterleib asymmetrisch ist. Eine Präferenz für linke oder rechte Hand könnte auf diese Asymmetrie zurückzuführen sein.

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17.01.2017 Forscher entdecken schwere Nebenwirkung bei zugelassenem Medikament

Die Substanz Alemtuzumab kommt bei Multiple-Sklerose-Patienten mit schweren Krankheitsschüben zum Einsatz. Diese kann es scheinbar noch verschlimmern.

Das Multiple-Sklerose-(MS)-Medikament Alemtuzumab kann schwere, unberechenbare Nebenwirkungen auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team um Prof. Dr. Aiden Haghikia und Prof. Dr. Ralf Gold von der Klinik für Neurologie der Ruhr-Universität Bochum im Katholischen Klinikum Bochum (St. Josef-Hospital). In der Zeitschrift „Lancet Neurology“ berichten die Wissenschaftler von zwei Patienten, bei denen die Infusion von Alemtuzumab die Symptome erheblich verschlimmerte. Das Team beschreibt außerdem eine Therapie, die die schädlichen Nebenwirkungen erfolgreich eindämmte.

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11.01.2017 Unter Stress lernen Sinne nicht

Stress ist für viele Menschen Alltag – manche lieben ihn, andere macht er krank. Aber was macht Stress eigentlich mit unseren Sinnen?

Wenn wir unsere Sinne trainieren, können wir sie schärfen und ihre Leistung verbessern. Das Stresshormon Cortisol kann diese wichtige Fähigkeit allerdings komplett unterbinden. Darüber haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der aktuellen Ausgabe von „Psychoneuroendocrinology“ berichtet.

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13.12.2016 Kompetenznetz Multiple Sklerose

Bochumer Mediziner zum Sprecher des Forschungsnetzwerks gewählt
So sollen Diagnose, Therapie und Versorgung für Patienten besser werden.


Der Bochumer Mediziner Prof. Dr. Ralf Gold ist zum Sprecher des Kompetenznetzes Multiple Sklerose gewählt worden. Der Direktor der Neurologischen Klinik der Ruhr-Universität Bochum am St. Josef-Hospital wird das Amt drei Jahre lang bis August 2019 innehaben. Das beschlossen die Mitglieder des Netzwerks auf ihrer Versammlung im September 2016.

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21.11.2016 Stau in Opas Kopf

Bilderbuch und Kurzfilm helfen Kindern verstehen
Was ist los im Gehirn, wenn es nicht mehr normal funktioniert? Pip und Milli erklären es kindgerecht.


Nach einer Hirnschädigung, zum Beispiel durch einen Schlaganfall oder eine Verletzung, verändert sich das Leben von Patienten und ihren Angehörigen häufig dramatisch. Schon Erwachsene sind mit den Symptomen oft überfordert. Kinder verstehen erst recht die Welt nicht mehr. Mit einem Kurzfilm zum Thema Gesichtsfeldausfall und einem Bilderbuch über den Schlaganfall haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) neue Wege gefunden, um Kindern das Verständnis zu erleichtern.

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04.10.2016 Sprachverarbeitung im Gehirn

Eine App zeigt, was Eltern Kindern weitergeben

Gut und günstig, so lautet das Fazit von Bochumer Psychologen, die erstmals eine Smartphone-App für Forschungszwecke verwendet haben. Dabei ging es um die Vorliebe für eine Gehirnhälfte bei der Verarbeitung von Sprache.

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29.09.2016 fMRT-Studie: Was das Ruhenetzwerk im Gehirn verändert

Nichts tun kann das Gehirn nicht. Es ist immer aktiv. Aber nicht immer auf die gleiche Weise. Bochumer Forscher haben Veränderungen von Ruhenetzwerken untersucht – durch das Erlernen von Morsezeichen.

Wenn Menschen neue Informationen lernen, beeinflusst das ein Netzwerk von Hirnregionen, das im Ruhezustand aktiv ist. Auch beim vermeintlichen Nichtstun arbeiten viele Bereiche des Gehirns auf Hochtouren. Welche von ihnen dabei besonders stark miteinander verbunden sind, hängt von den vorangegangenen Lernerfahrungen ab. Das berichteten Forscher in der Zeitschrift "Neuroimage".

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19.09.2016 Tauben können Englisch lernen

Nicht nur Menschen können sich orthografische Regeln aneignen, sondern auch Vögel. So haben Forscher sie ihnen beigebracht.

Tauben können englische Wörter und Nicht-Wörter auseinanderhalten. Die Tiere treffen die Unterscheidung anhand der Buchstabenkombinationen. Das berichten Psychologen der Universität Otago, Neuseeland, und der RUB in der Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

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15.09.2016 Alzheimerforschung - Gift im Gehirn

Kernsphären begünstigen die Entstehung von vermeintlich toxischen Strukturen in den Zellkernen von Alzheimer-Patienten.

Kugelige Strukturen im Kern von Nervenzellen, sogenannte Kernsphären, stehen im Verdacht, an der Auslösung von Alzheimer beteiligt zu sein. Ein Team um Dr. Thorsten Müller von der Arbeitsgruppe Cell Signaling in Neurodegeneration hat die vermutlich toxischen Protein-Aggregate erstmals im menschlichen Gehirn nachgewiesen. Die Forscher der Ruhr-Universität Bochum berichten im Journal „Neurobiology of Aging“.

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13.09.2016 Wie das Gehirn Alterserscheinungen ausbremst

Je älter wir sind, desto schwerer fällt es uns, die Welt um uns herum zu sortieren. Das Gehirn entwickelt jedoch erstaunliche Strategien, um dem Alterungsprozess entgegenzuwirken.

Um die Fülle an Informationen verarbeiten zu können, die jeden Tag auf uns einströmt, bilden Menschen Kategorien. In diese sortieren wir alles, was die Welt um uns herum ausmacht. Die Art und Weise, wie wir das tun, ändert sich allerdings im Laufe des Lebens. Das fanden Neuropsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) heraus. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Journal Neuropsychologia.

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30.08.2016 Der Rezeptor, der die Spermien scharf macht

Bochumer und Bonner Forscher haben in Spermien einen hochempfindlichen Rezeptor entdeckt. Er spielt eine entscheidende Rolle bei der Befruchtung.

Um in die Eizelle zu gelangen, muss das Spermium zunächst die schützende Eihülle aufbrechen. Dazu setzt es Verdauungsenzyme frei, wobei die Hülle an seiner Spitze verloren geht. Diese sogenannte Akrosomenreaktion gilt im Labor als ein Test, um die Befruchtungsfähigkeit der Samenzellen zu beurteilen. Eine wichtige Rolle dabei spielt ein Rezeptor für ein körpereigenes Cannabinoid.
Bochumer und Bonner Biologen um Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt haben ihn bei einer vollständigen Bestandsaufnahme der sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren in Spermien erstmals nachgewiesen. Sie berichten in „Scientific Reports“.

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29.08.2016 Wenn das Immunsystem Hirnzellen angreift

Bisweilen bekämpft das Immunsystem körpereigene Strukturen – oft mit schwerwiegenden Konsequenzen

Wenn das eigene Immunsystem Strukturen von Hirnnervenzellen angreift, können die Folgen verheerend sein. Besonders dann, wenn es sich gegen Bestandteile von Gehirnnervenzellen richtet. Bochumer und Göttinger Forscher haben nun herausgefunden, dass solche Autoimmun-Reaktionen gegen einen bestimmten Rezeptor von Nervenzellen des Gehirns komplexer sind als bisher angenommen. Außerdem zeigten sie, dass allein die Anwesenheit von Antiköpern gegen den Rezeptor im Blut noch nicht krankmachen muss. Die Forscher berichten in der Zeitschrift „Molecular Psychiatry“.

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08.08.2016 Duftforschung - Riechrezeptoren in den Bronchien entdeckt

Die Muskelzellen der Bronchien nehmen Düfte wahr, zum Beispiel einen speziellen nach Bananen und Aprikosen.
Das könnte eine gute Nachricht für Asthmatiker sein.


In den Muskelzellen der menschlichen Bronchien haben Forscher zwei Typen von Riechrezeptoren entdeckt. Aktivieren die passenden Düfte diese Rezeptoren, erweitern oder verengen sich die Bronchien – ein potenzieller Ansatz für die Asthmatherapie.
Zu diesem Ergebnis kam ein Team um Prof. Dr. Dr. Dr. habil Hanns Hatt und Dr. Benjamin Kalbe vom Bochumer Lehrstuhl für Zellphysiologie. Gemeinsam mit Kollegen verschiedener Kliniken in Bochum, Köln und Herne berichten die Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Frontiers in Physiology“.

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20.07.2016 Schubladendenken – wie das Gehirn die Welt sortiert

Neurowissenschaftler finden Ordnungszentrale des Gehirns
Gehirnaktivität im MRT untersucht


Neurowissenschaftler haben untersucht, was im Gehirn passiert, wenn wir die Welt um uns herum ordnen. Sie fanden heraus, welche Gehirnareale uns beim Schubladendenken helfen.

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16.06.2016 Wie ältere Menschen lernen

Training verbessert die Wahrnehmung, verjüngt aber nicht das Gehirn

Im Alter verschlechtert sich die Wahrnehmungsleistung, was mit einer Vergrößerung der entsprechenden Gehirnaktivität einhergeht. Lernen und Training können die Wahrnehmung wieder verbessern. Die altersbedingten Hirnveränderungen verschwinden dadurch allerdings nicht. Vielmehr vergrößert sich die Gehirnaktivität noch mehr, aber aus anderen Gründen und mit anderen Folgen. Das haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in einer Studie herausgefunden, deren Ergebnisse jetzt in Scientific Reports veröffentlicht sind.

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03.06.2016 Neuromedizin am Bergmannsheil erfolgreich bei BMBF-Förderinitiative

Foto 3T-MRT-Scanner

Rund 2 Mio. Euro Förderung für NeuroTechGate
Innovatives Neuroimaging, elektrische Neurostimulation und Big-Data-Gangbildscreening


Im Rahmen einer Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Entwicklung von Industrie-in-Klinik-Plattformen setzte sich das Konsortium NeuroTechGate am Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil mit seiner Neurologischen Klinik durch: Das Projekt der Bochumer Gruppe ist eines von bundesweit fünf Projekten, das in den nächsten Jahren durch das BMBF gefördert wird. In den folgenden zweieinhalb Jahren wird die Gruppe ihre neurowissenschaftlichen Modellvorhaben mit einer finanziellen Unterstützung von voraussichtlich ca. 2,2 Mio. Euro am Bergmannsheil realisieren können.

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02.06.2016 Neue Erkenntnisse aus der Duftforschung

Riechrezeptor in Pigmentzellen der Haut entdeckt
Den neu gefundenen Rezeptor möchte das Team nun an Patienten weiter untersuchen. Warum erklärt eine aktuelle Studie.


Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben zum ersten Mal einen Riechrezeptor in pigmentbildenden Zellen der menschlichen Haut nachgewiesen, den sogenannten Melanozyten. Das Team um Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt zeigte, dass der veilchenähnliche Duftstoff Beta-Ionon den Rezeptor aktiviert.
Die Bochumer Forscher vom Lehrstuhl für Zellphysiologie berichten die Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Universitätsklinikum Jena im Journal of Biological Chemistry.

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01.05.2016 Von Bochum nach Magdeburg

Prof. Dr. Magdalena Sauvage leitet neue Abteilung am Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg
Wechsel von der Ruhr an die Elbe


Am 1. April hat Frau Prof. Dr. Magdalena Sauvage ihre Tätigkeit am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) aufgenommen. Sie hatte zuvor eine Mercator-Professur an der Ruhr-Universität Bochum inne. Sie leitet am LIN die neu gegründete Abteilung "Funktionelle Architektur des Gedächtnisses". Zudem wurde sie auf eine Professur für "Funktionelle Neuroplastizität" an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen.
Herzlichen Glückwunsch!

Pressemitteilung vom LIN, Magdeburg (2.Mai 2016)


28.04.2016 Neues erinnert man anders, wenn es riecht

RUB-Forscher untersuchen das Gedächtnis
Die Nase denkt mit


Unser Geruchssinn beeinflusst, wie unser Gehirn die Informationen über neuartige Objekte abspeichert. Ein bestimmter Bereich im Hippocampus spielt dabei eine besondere Rolle.

Wenn wir Neues kennenlernen, nehmen wir die Informationen darüber mit allen Sinnen auf. Wie das Gehirn diese Eindrücke abspeichert, haben jetzt Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf untersucht. Dabei bedienten sie sich einer besonderen Methode.

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26.04.2016 Nervenzellen mit Licht steuern

Einblicke in das komplexe Serotoninsystem. Ursachen von Angst und Depression verstehen

Angst und Depression sind weltweit mit die häufigsten psychischen Erkrankungen. Wie sie entstehen, könnten lichtaktivierbare Nervenzellen verraten.

Indem sie Nervenzellrezeptoren an lichtsensitive Pigmente aus der Netzhaut koppelt, erforscht Prof. Dr. Olivia Masseck die Ursachen für Angst und Depression. Seit mehr als 60 Jahren verfolgen Wissenschaftler die Hypothese, dass unter anderem ein veränderter Spiegel des Botenstoffs Serotonin für die Krankheiten verantwortlich ist. „Für uns ist es leider unglaublich schwer zu verstehen, wie das Serotoninsystem funktioniert“, sagt Masseck, die seit Ende April 2016 die Juniorprofessur für Hochauflösende Fluoreszenzmikroskopie an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) innehat.

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18.04.2016 Wie Kinder Gesichter wahrnehmen

Siebenjährige zeigen andere Hirnaktivitäten als Erwachsene
Verschiedene Fotos derselben Person für Kinder schwerer zu erkennen


Menschen sind Experten für die Wahrnehmung von Gesichtern. Aber nicht von Geburt an. Ab wann sind Kinder genauso gut wie Erwachsene?

Siebenjährige zeigen beim Wahrnehmen von Gesichtern andere Hirnaktivitäten als Erwachsene. Das berichtet das Team der Arbeitsgruppe Entwicklungsneuropsychologie im Wissenschaftsmagazin Rubin der Ruhr-Universität Bochum. Die Ergebnisse sprechen gegen eine Theorie, die besagt, dass Hirnareale, die auf die Wahrnehmung von Gesichtern spezialisiert sind, im Alter von fünf Jahren voll entwickelt sind.

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08.04.2016 Neues optogenetisches Werkzeug

G-Protein-gekoppelte Signalwege gezielt an- und abschalten
Protein Melanopsin erlaubt kurzzeitige und dauerhafte Aktivierung


Blau an, gelb aus: Mit Licht unterschiedlicher Farbe können Forscher Signalwege im Gehirn an- und abschalten.

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01.04.2016 Gehirn verarbeitet soziale Informationen besonders intensiv

Alltagshandlungen aktivieren grundlegende Aufmerksamkeitsprozesse
Bochumer Wissenschaftler erforschen mit Hypnose kognitive Prozesse


Unser Gehirn schenkt Alltagshandlungen, die in einem sozialen Kontext stehen, automatisch große Aufmerksamkeit. Bochumer Forscher haben das mithilfe von Hypnose nachgewiesen.

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15.03.2016 Wenn Erinnerungen alt werden

Bochumer Neurowissenschaftlerinnen verfolgen Gedächtnisspur
Molekulare Bildgebung zeigt, wie wir erinnern


Macht es für unser Gehirn einen Unterschied, ob es sich an Episoden erinnert, die weit in der Vergangenheit liegen oder an solche, die eben erst passiert sind?

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03.03.2016 Einige Vögel sind genauso schlau wie Affen

Komplexe Kognition ist auch ohne Kortex möglich
Forscher ergründen Gemeinsamkeiten in der Hirnarchitektur


Die Gehirne von Vögeln und Säugetieren sind auf den ersten Blick sehr verschieden. Trotzdem sind die kognitiven Fähigkeiten einiger Vogelgruppen denen von Menschenaffen ebenbürtig.

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23.02.2016 Serotonin-Rezeptor steuert Lernen im Hippocampus

Studie untersucht Codierung von Erinnerung
Neurowissenschaftlerinnen erforschen Gedächtnis auf Zellebene


Neurowissenschaftlerinnen an der Ruhr-Universität untersuchen Prozesse im Gehirn, die auf Zellebene für unser Gedächtnis verantwortlich sind. Nun berichten sie im Fachjournal "Hippocampus", wie ein spezieller Serotonin-Rezeptor im Hippocampus das Speichern und die Codierung von Erinnerungen beeinflusst.

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11.02.2016 Neurowissenschaft: Dunkel ist schneller als hell

Kontrastwechsel erzeugen „Bewegung“ im Gehirn durch Aktivitätswellen
RUB Forscher berichten in The Journal of Neuroscience


RUB-Forscher haben untersucht, wie wir Bewegung wahrnehmen. Sie zeigen, dass Kontraste zwischen Objekt und Hintergrund im Gehirn Aktivitätswellen verursachen, die für das Erkennen verantwortlich sind.

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02.02.2016 Gedächtnis ist erfahrungsabhängig

Wachstumsprotein unterstützt synaptische Plastizität
Studie untersucht chemische Grundlagen des Lernens


Ein Team von Neurowissenschaftlern an der Ruhr-Universität Bochum hat die chemischen Grundlagen von Lernprozessen im Gehirn untersucht. In ihrer Forschung haben sie den Einfluss des Nervenwachstumsproteins brain-derived neurotrophic factor (BDNF) auf Informationsspeicherung und Gedächtnis im Hippocampus näher betrachtet. Sie fanden heraus, dass das Protein für einige, aber nicht alle Formen von Lernen eine Rolle spielt. Ihre Ergebnisse wurden im Journal "Hippocampus" veröffentlicht.

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25.01.2016 Stress schwächt räumliche Wahrnehmung

Einfluss von Stress auf das Gehirn untersucht
Studie liefert Einblicke in Arbeitsweise des Hippocampus


Neurowissenschaftler des Sonderforschungsbereiches 874 an der Ruhr-Universität Bochum haben den Einfluss von Stress auf die Wahrnehmung von Gesichtern und Landschaften untersucht. Im Rahmen einer Verhaltensstudie haben sie die Ergebnisse von gestressten Probanden mit denen einer Kontrollgruppe verglichen. Sie konnten zeigen, dass Stress die Wahrnehmung von komplexer räumlicher Information beeinträchtigt. Hintergrund dafür ist die Verarbeitung dieser Information im Hippocampus, ein Bereich im Schläfenlappen des Gehirns, dessen Funktion durch das Stresshormon Cortisol beeinflusst wird. Die Ergebnisse der Studie veröffentlicht das Fachjournal „Psychoneuroendocrinology“.

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19.01.2016 Wie man die Angst vergisst

Neuronales Netzwerk ist für Abruf von Angst-Erinnerung zuständig
Erkenntnisse für Behandlung von posttraumatischer Belastungsstörung


Jedes Mal, wenn Erinnerungen abgerufen werden, aktualisiert sich das Gedächtnis und die Erinnerung wird für kurze Zeit instabil. Diesen Prozess, auch Rekonsolidierung genannt, und die beteiligten Bereiche des Gehirns haben Forscher der Ruhr-Universität Bochum näher untersucht. Mithilfe der Optogenetik, einer Methode, die Optik und Genetik verbindet, ist es ihnen gelungen, die Erinnerungsfähigkeit zu beeinflussen. Aus ihren Erkenntnissen ergeben sich vielversprechende Ansätze für die Therapie von Angststörungen. Die Ergebnisse der Wissenschaftler hat das Fachjournal "Cerebral Cortex" veröffentlicht.

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22.12.2015 Mentale Zeitreisen: Ein rein menschliches Phänomen

Wer in die Zukunft blickt, muss die Vergangenheit kennen
Episodisches Gedächtnis ist nur eine Komponente bei mentalen Zeitreisen


Ist es alleine Menschen möglich, sich an persönlich Erlebtes zu erinnern und in mentalen Zeitreisen die Vergangenheit, aber auch die Zukunft durchzuspielen? Oder besitzen auch Tiere diese Fähigkeit? Bis zu einem gewissen Grad ja, meinen drei Wissenschaftler, die diese schon lange währende Diskussion mit einem neuen theoretischen Modell bereichern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift „Neuroscience and Behavioral Reviews“.

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10.12.2015 Neurotransmitter sagt Lernerfolge vorher

Magnetresonanzspektroskopie zeigt Konzentration des Botenstoffs im Gehirn
RUB-Wissenschaftler forschen gemeinsam mit Johns Hopkins Universität


In einer internationalen Kooperationsstudie mit der Johns Hopkins Universität in Baltimore haben Neurowissenschaftler der Ruhr-Universität untersucht, wie die Konzentration des Neurotransmitters GABA im Gehirn Lernprozesse beeinflusst. Mithilfe der Magnetresonanzspektroskopie konnten sie zeigen, dass Lernerfolge durch das Basisniveau des Botenstoffes GABA vorhergesagt werden können. Das Fachjournal „Cerebral Cortex“ hat die Ergebnisse der Studie veröffentlicht.

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01.12.2015 Onur Güntürkün wird Stiftungsprofessor

Prof. Onur Güntürkün (Biopsychologie) besetzt 2016 die Johannes-Gutenberg-Stiftungsprofessur in Mainz. In seiner Veranstaltungsreihe „Psychologie und Gehirn: Zur Innenansicht des Menschen“ wird er sich mit neuesten Erkenntnissen der Psychologie und der Neurowissenschaft auseinandersetzen.

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02.12.2015 Nervenzellwachstum magnetisch stimulieren

Horizon 2020-Projekt
Neuer Therapieansatz für die Parkinson-Krankheit


Das internationale Team vom Projekt "Magneuron" erhält 3,5 Millionen Euro für vier Jahre aus dem Horizon 2020-Programm. Die EU unterstützt es im Rahmen des Programms „Future and Emerging Technologies open“. 680.000 Euro davon fließen an die RUB.

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30.11.2015 900.000 Euro für die Erforschung des Gedächtnisses

Internationale Zusammenarbeit im Bereich Computational Neuroscience
Förderung durch BMBF und National Institute of Health


Mit über 900.000 Euro fördern das BMBF und das amerikanische National Institute of Health eine enge Forschungskooperation zwischen Prof. Dr. Sen Cheng von der Mercator Forschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ der RUB und Prof. Dr. Kamran Diba von der University of Wisconsin-Milwaukee. Gemeinsam werden die beiden Wissenschaftler mit drei Mitarbeitern „Die neuronalen Netzwerkmechanismen der Sequenzgenerierung im Hippokampus“ erforschen. Das dreijährige Projekt startet im Dezember 2015.

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20.11.2015 Hochfrequente Stimulation in der Schmerztherapie

Impulse an den Fingerspitzen verbessern Tastsinn
Pilotstudie führt interdisziplinäres Forscherteam zusammen


Bei Schmerzpatienten kommt es im Laufe ihrer Erkrankung oft zu einer Beeinträchtigung des Tastsinnes in den Händen, da sich entsprechende Hirnareale krankheitsbedingt verändern. In einer Pilotstudie haben Wissenschaftler der Ruhr-Universität Bochum untersucht, wie wirksam hochfrequente repetitive Stimulation als Therapieansatz bei diesen Patienten ist. Ihre Ergebnisse wurden im Journal „Frontiers in Neurology“ veröffentlicht. Sie zeigen, dass diese Art der passiven Stimulation ein vielversprechender neuer Therapieansatz sein könnte.

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17.11.2015 Taubengehirn: Verbindung zwischen Hirnhälften mit neuen Methoden untersucht

Neue Erkenntnisse zur Verbindung zwischen den Gehirnhälften
Forschung soll Rückschlüsse auf den Menschen geben


Das Gehirn von Columba livia, einer nahen Verwandten der Stadttaube, ist evolutionär gesehen ein Vorläufer des menschlichen Gehirns und daher für Neurowissenschaftler besonders interessant. Ein wichtiger Unterschied zum Gehirn des Menschen ist das Fehlen des sogenannten Corpus Callosum. Dieser dicke Nervenfaserstrang verbindet bei Menschen und anderen Säugetieren die beiden Großhirnhälften. Bei Tauben werden die Hirnhälften hauptsächlich durch die wesentlich kleinere Commissura anterior verbunden. Wissenschaftler im Sonderforschungsbereich 874 der Ruhr-Universität Bochum haben diese Struktur näher untersucht. Sie erhoffen sich dadurch ein besseres Verständnis des interhemispherischen Austausches bei Vögeln sowie Rückschlüsse auf andere Wirbeltierklassen. "The Journal of Comparative Neurology" hat die Ergebnisse ihrer neuroanatomischen Studie veröffentlicht.

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11.11.2015 Alzheimer-Forschung: Neue Erkenntnisse

Protein zeigt zusätzlichen Mechanismus
Störung der Neurotransmitter-Aktivität


In der Alzheimer-Forschung liegt ein Forschungsschwerpunkt auf dem Amyloiden Vorläuferprotein (APP), das für die Bildung der zerstörerischen Plaques im Gehirn verantwortlich ist. Bochumer Forscher haben jetzt gezeigt, dass APP neben der Bildung dieser Plaques über einen weiteren Mechanismus an der Entstehung von Alzheimer beteiligt sein könnte.

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30.10.2015 Arbeitsgedächtnis: Zugrundeliegende Prozesse komplexer als gedacht

Rhythmische Hirnaktivität im Hippocampus entscheidend
Erfolgreiche Gedächtnisleistung beruht auf abwechselnden Aktivitätszuständen


Wenn Menschen eine Information für kurze Zeit im Kopf behalten, benötigen sie dafür das Arbeitsgedächtnis. Die zugrunde liegenden Prozesse sind deutlich komplexer als bislang gedacht, berichten Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Universität Bonn in der Zeitschrift „Cell Reports“. Zwei Gehirnzustände müssen sich rhythmisch abwechseln, um eine Information aufrechtzuerhalten.

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23.10.2015 Alzheimer-Risiko beeinträchtigt „Navi“ des Gehirns

Verändertes Aktivierungsmuster im entorhinalen Kortex bei jungen Risikoträgern
Forscher berichten in „Science“


Junge Erwachsene mit genetisch erhöhtem Alzheimer-Risiko haben veränderte Aktivierungsmuster in einer Hirnregion, die wichtig für die räumliche Navigation ist. Das berichtet das Team um Prof. Dr. Nikolai Axmacher von der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit Kollegen der Universitäten in Bonn, Nimwegen und Ulm in der Fachzeitschrift „Science“, die am 23. Oktober erscheint.

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21.10.2015 Ernährung kann Verlauf der Multiplen Sklerose beeinflussen

Im Fokus von Neurologen: Fettsäuren
Wissenschaftler aus Bochum und Erlangen kooperieren


Fettsäuren in der Nahrung haben einen Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf von autoimmun chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose. In einer Kooperationsstudie der Neurologischen Kliniken der Ruhr-Universität Bochum (St. Josef-Hospital) mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen fanden Wissenschaftler jetzt heraus, dass langkettige Fettsäuren die Entstehung und Vermehrung von entzündlichen Zellen in der Darmwand fördern. Im Gegensatz dazu führen kurzkettige Fettsäuren zur Entstehung und Verbreitung von regulatorischen Zellen des Immunsystems. Ihre Ergebnisse veröffentlichten Prof. Dr. med. Aiden Haghikia und Prof. Dr. med. Ralf Linker in der aktuellen Ausgabe der renommierten Zeitschrift „Immunity“.

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14.10.2015 Der Dresscode im Gehirn

Wirbel um ein Kleid – optische Täuschung als Ursache
Bochumer Studie liefert Erklärung für unterschiedliche Wahrnehmung


Im Februar 2015 ging das Foto eines gestreiften Kleides um die Welt und sorgte für Diskussionsstoff – nun haben Neurowissenschaftler am Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil das Phänomen weiter entschlüsselt und nachgewiesen, dass unterschiedliche Hirnaktivierungen für die optische Täuschung verantwortlich sind. Die Untersuchungsergebnisse wurden jetzt im Fachjournal „Cortex“ veröffentlicht.

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29.09.2015 Morsecode entschlüsselt Lernprozesse im Gehirn

Forscher am Bergmannsheil Uniklinikum zeigen "adaptive Neuroplastizität"
3-Tesla MRT gibt Einblicke in arbeitendes Gehirn


Forscher am Bergmannsheil Universitätsklinikum haben untersucht, wie sich das Gehirn im Verlauf eines Lernprozesses verhält und welche Bereiche des Gehirns bei verschiedenen Analyse-Aufgaben eine Rolle spielen. Dafür haben sie Studienteilnehmer Teile des Morsealphabets lernen und dekodieren lassen und die entsprechenden Hirnaktivierungsmuster im Magnetresonanztomographen gemessen. So konnten sie zeigen, dass das Gehirn bei verschiedenen Verarbeitungsaufgaben auf ein gemeinsames Netzwerk zurückgreift, das sich im Laufe des Lernprozesses erweitert. In Abhängigkeit von der zu bewältigenden Aufgabe werden zusätzliche Hirnareale rekrutiert – eine Eigenschaft, die die Wissenschaftler "adaptive Neuroplastizität" nennen. Diese Erkenntnisse werden nun in der aktuellen Ausgabe des Journals "Human Brain Mapping" vorgestellt.

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22.09.2015 Wie sich Erinnerungen im Schlaf festigen

Damit Menschen Erinnerungen für lange Zeit speichern können, braucht es die Zusammenarbeit verschiedener Hirnareale. Entscheidend scheint dabei der Rhythmus der Gehirnaktivität. In „Nature Neuroscience“ berichten Forscher von den Rhythmen einer Gedächtnisregion des Menschen, mit deren Hilfe sich Erinnerungen im Schlaf festigen könnten. An der Veröffentlichung ist auch RUB-Prof. Dr. Nikolai Axmacher vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft beteiligt.

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27.08.2015 Wie der Geist die Sinne schärft

Tastsinn durch Zen-Meditation verbessert
Mentale Zustände können Neuroplastizität und Lernvorgänge auslösen


Eine Studie mit erfahrenen Schülern der Zen-Meditation zeigt, dass gezielte mentale Fokussierung während Meditation ähnliche Lerneffekte hervorrufen kann wie körperliches Training. Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Ludwig-Maximilians-Universität München haben dieses Phänomen an Teilnehmern eines Meditations-Retreats wissenschaftlich untersucht. Das Journal „Scientifc Reports“ von den Herausgebern der „Nature“ veröffentlicht nun ihre neuen Erkenntnisse zur Plastizität des Gehirns.

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20.08.2015 „Gedächtnis-Region“ des Gehirns ist am Lösen von Konflikten beteiligt

Hippocampus besonders stark aktiv bei schnellen und erfolgreichen Entscheidungen
So könnte das Gehirn nützliche Lehren aus geklärten Widersprüchen ziehen


Nicht nur für das Langzeitgedächtnis ist der Hippocampus im Schläfenlappen des Gehirns verantwortlich. Forscher zeigten nun erstmals, dass er auch am schnellen und erfolgreichen Lösen von Konflikten beteiligt ist. Das Team um Prof. Dr. Nikolai Axmacher von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) berichtet gemeinsam mit Kollegen vom Universitätsklinikum Bonn sowie aus Aachen und Birmingham in der Zeitschrift „Current Biology“.

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17.08.2015 Türkisch pfeifen lässt Asymmetrien im Gehirn verschwinden

Linke Hirnhälfte ist nicht bei der Wahrnehmung aller Sprachen dominant
Gepfiffenes Türkisch involviert beide Hemisphären gleichermaßen


Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben die Theorie widerlegt, dass die linke Hirnhälfte bei der Verarbeitung aller Sprachen dominant ist. Bislang ging man davon aus, dass diese Dominanz unabhängig von der physikalischen Struktur einer Sprache ist. Die Biopsychologen zeigten jedoch, dass an der Wahrnehmung von gepfiffenem Türkisch beide Hirnhälften gleichermaßen beteiligt sind. Onur Güntürkün, Monika Güntürkün und Constanze Hahn berichten in der Zeitschrift „Current Biology“.

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04.08.2015 Fundamental neue Theorie für den Sehsinn

Spezialisierung von Zellen im Kortex könnte Ursprung in der Netzhaut haben
Prinzip des Farbsehens gilt möglicherweise auch für Wahrnehmung anderer Eigenschaften


Lebewesen könnten verschiedene Orientierungen visueller Reize auf die gleiche Weise wahrnehmen wie verschiedene Farben. Diese neue Theorie schlagen Prof. Trichur Vidyasagar von der University of Melbourne und Prof. Ulf Eysel von der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift „Trends in Neurosciences“ vor. Die Idee: Die Zellen der Netzhaut arbeiten bereits als Detektoren für wenige ausgewählte Orientierungen, die je nach Anordnung eines Reizes im Raum unterschiedlich stark angesprochen werden. Aus dem Verhältnis ihrer Antworten berechnet das Gehirn die genau vorliegende Orientierung. Das gleiche Prinzip könnte auch der Wahrnehmung anderer Reizeigenschaften zugrunde liegen.

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28.07.2015 Wo das Gedächtnis gebildet und abgerufen wird

Neue Erkenntnisse zu langjähriger Debatte
Forscher untersuchten Zellen des Hippocampus


Werden beim Bilden und Abrufen von Gedächtnisinhalten die gleichen Bereiche und sogar die gleichen Zellen der Hirnstruktur Hippocampus aktiviert, oder unterschiedliche? Diese Frage treibt Neurowissenschaftler schon seit Langem um. Wissenschaftler der Mercator Forschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ der RUB fanden nun heraus, dass bei beiden Prozessen die gleichen Hirnzellen Aktivität zeigen. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal „Hippocampus“.

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21.07.2015 Langsamkeit sorgt für Struktur im Gehirn

Neuroinformatiker analysieren Prinzipien für die Selbstorganisation von Nervenzellen
„Slow Feature Analysis“ kann viele experimentelle Befunde erklären


Das Gehirn ist so komplex, dass seine Struktur nicht vollständig genetisch festgelegt sein kann. Neuroinformatiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB) ergründen die Mechanismen, mit denen sich die vielen Nervenzellen selbst organisieren. Sie schlagen vor, dass Langsamkeit ein entscheidender Faktor sein könnte. Das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität RUBIN berichtet.

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13.07.2015 Neuronale Netzwerke: Kleiner Ursprung mit großer Wirkung

Wie sich Nervenzellen organisieren
Lokale Erregung im Gehirn breitet sich kettenartig aus


Hirnforscher der Mercatorforschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ der RUB haben mithilfe eines Computermodells untersucht, wie sich neuronale Netzwerke im Gehirn selbst organisieren. Sie fanden heraus, dass Änderungen innerhalb des Netzwerkes ihren Ursprung in kleinen, lokalen Nervenerregungen haben. Ihre Ergebnisse wurden im Journal „Frontiers in Computational Neuroscience“ veröffentlicht.

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08.07.2015 RD Neuroscience im Fokus der Weltöffentlichkeit

Zum Weltkongress der International Brain Research Organization (IBRO) vom 7. bis 11. Juli 2015 in Rio de Janeiro, wird das Research Department of Neuroscience der RUB in einem Dokumentarfilm der Weltöffentlichkeit vorgestellt.

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01.07.2015 Wie Cortisol furchteinflößende Erinnerungen aufrechterhält

Stresshormon wirkt, wenn Menschen emotionale Erinnerungen abrufen und erneut festigen
Ergebnisse könnten Phänomene bei Angststörungen erklären


Das Stresshormon Cortisol verstärkt Erinnerungen an furchteinflößende Erlebnisse. Es übt seinen Einfluss aber nicht nur aus, während die Erinnerung zum ersten Mal gebildet wird, sondern auch später, wenn Menschen an das Erlebnis zurückdenken und sich die Erinnerung erneut festigt. Das berichten Kognitionspsychologen der Ruhr-Universität Bochum (RUB) in der Zeitschrift „Neuropsychopharmacology“. Sie vermuten, dass die Ergebnisse Phänomene bei Angststörungen und Posttraumatischer Belastungsstörung erklären können.

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17.06.2015 RUB-Forscher entwickeln Tiermodell für spezielle Bewegungsstörung

Ursachen der Spinalen Cerebellären Ataxie sollen erforscht werden
Lidschlagkonditionierung könnte zur Früherkennung dienen


Forscherinnen und Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) haben ein Mausmodell für die menschliche Krankheit SCA6 etabliert, eine Bewegungsstörung, die durch genetische Defekte ähnlich wie bei der Chorea Huntington ausgelöst wird. Damit sollen die Ursachen der Krankheit im Detail erforscht werden. Erste Studien geben Hinweise darauf, dass Probleme beim Konditionierungslernen ein Frühsymptom der Störung sein könnten. Das Team vom Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie berichtet in der Zeitschrift „Journal of Neuroscience“, deren Editor das Thema in einem Kommentar hervorgehoben hat.

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10.06.2015 2. Deutsch-Türkische Wissenschaftsgespräche an der RUB

Neurowissenschaftler sprechen über die Architektur des Gehirns
Onlineregistrierung für Symposium bis zum 14. Juni 2015


Warum sind wir, wie wir sind? Bei ihrer Suche nach Antworten beschäftigen sich Psychologen weltweit mit der Architektur des Gehirns. Beim Symposium "Neuroscience: From Structure to Function and Back" erörtern herausragende Neurowissenschaftler aus Deutschland und der Türkei neue Erkenntnisse über die Evolution des Gehirns. Das Symposium findet am 16. Juni 2015 an der Ruhr-Universität Bochum statt.

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03.06.2015 Auf der Suche nach dem Erinnerungsspeicher

Neues Modell zur Gedächtnisbildung im Hippocampus
RUB-Wissenschaftler nutzen Computersimulation


Der Hippocampus spielt eine ganz besondere Rolle bei der Gedächtnisbildung. Doch wie genau die einzelnen Regionen dieser Hirnstruktur bei der Bildung von Erinnerungen beteiligt sind, ist noch unklar. Neurowissenschaftler des Sonderforschungsbereichs 874 der RUB haben diesen Prozess nun anhand einer Computersimulation nachempfunden. Die Ergebnisse stellen das bisher etablierte Modell der Gedächtnisformierung im Hippocampus in Frage. Ihre Ergebnisse wurde nun im Journal „PLOS Computational Biology“ veröffentlicht.

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21.05.2015 Rub-Neuroforscher neu in NRW Akademie

Als die 19 neuen Mitglieder in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (AWK) am 20. Mai in Düsseldorf willkommen geheißen wurden, gehörten auch zwei RUB-Forscher dazu: der Biopsychologe Prof. Dr. Onur Güntürkün und die Pädagogin Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe.

Mit seiner Aufnahme ist Prof. Güntürkün (Arbeitseinheit Biopsychologie) der erste Psychologe der Klasse für Naturwissenschaften und Medizin.

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12.05.2015 Nervenzellen auf der Überholspur

Dopamin produzierende Neuronen erfüllen wichtige Funktion im Gehirn
Bochumer und Bonner Wissenschaftler forschen gemeinsam


Nervenzellen, die zur Signalübertragung auf andere Zellen den Stoff Dopamin produzieren, beeinflussen zahlreiche wichtige Gehirnfunktionen. Sichtbar wird das bei Erkrankungen wie Parkinson und Schizophrenie, bei denen die Dopamin-Übertragung im Gehirn beeinträchtigt ist. Zusammen mit Forschern aus Bonn haben RUB-Wissenschaftler der Mercator Forschergruppe „Strukturen des Gedächtnisses“ nun herausgefunden, wie sich eine spezielle Form dieser wichtigen Zellen bildet und welche Netzwerke sie im Lauf der Gehirnentwicklung ausbildet. Dabei entdeckten die Wissenschaftler eine Art Datenautobahn: Die Nervenzellen nutzen nicht nur Dopamin zur Signalübertragung, sondern auch das deutlich schnellere Glutamat. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

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09.04.2015 Zarter Duft nach Magnolien aktiviert menschlichen Pheromonrezeptor

Menschen könnten wie Tiere über Duftstoffe kommunizieren
Geruchsmolekül Hedion löst unterschiedliche Gehirnaktivität bei Männern und Frauen aus


Es ist umstritten, ob Menschen so wie Tiere über Pheromone miteinander kommunizieren. Zellphysiologen der Ruhr-Universität Bochum haben nachgewiesen, dass der Duftstoff Hedion den Pheromonrezeptor VN1R1 aktiviert, welcher in der menschlichen Riechschleimhaut vorkommt. Gemeinsam mit Kollegen aus Dresden zeigten die Bochumer, dass der Geruch von Hedion geschlechtsspezifische Aktivierungsmuster im Gehirn erzeugt, die bei klassischen Riechstoffen nicht entstehen. „Die Ergebnisse liefern einen starken Hinweis, dass es auch bei Menschen eine Pheromonwirkung gibt, die sich vom Riechen unterscheidet“, sagt Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt. Das Team berichtet in der Zeitschrift „Neuroimage“.

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08.04.2015 Emotionen sind nicht nur innerlich versteckte Gefühle

RUB-Philosophen schlagen neues Modell zur Emotionserkennung vor
Menschen nehmen Gefühle anderer per Mustererkennung wahr


Philosophen der Ruhr-Universität Bochum haben ein neues Modell vorgeschlagen, das erklärt, wie Menschen Emotionen von anderen erkennen. Die Theorie besagt, dass Menschen Gefühle direkt über Mustererkennung wahrnehmen können. Sie müssen nicht auf die Gefühle schließen, indem sie das Verhalten ihrer Mitmenschen interpretieren. Das Modell beschreiben die Philosophen Prof. Dr. Albert Newen und Anna Welpinghus gemeinsam mit Prof. Dr. Georg Juckel von der LWL-Universitätsklinik für Psychiatrie in der Zeitschrift „Mind & Language“.

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08.04.2015 Nachwuchspreis für RUB-Forscherin

Mit dem wichtigsten deutschen Nachwuchspreis wird die Bochumer Juniorprofessorin Sarah Weigelt (36) ausgezeichnet. Sie gehört zu den diesjährigen Trägerinnen und Trägern des Heinz Maier-Leibnitz-Preises.

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30.03.2015 Baustein zu Gedächtnis und Lernen entschlüsselt

Bestimmter Rezeptor unterstützt optimale Informationsverarbeitung im Gehirn
RUB-Forscher berichten im „Journal of Neuroscience“


Lernen und Gedächtnisbildung faszinieren die Forschung seit langem, und noch immer sind viele Fragen ungeklärt. Die Bochumer Neurowissenschaftler Prof. Dr. Denise Manahan-Vaughan und Dr. Hardy Hagena sind jetzt einem weiteren Baustein dieses komplexen Prozesses auf die Spur gekommen. Ein bestimmter Rezeptor, der metabotrope Glutamat 5-Rezeptor, dient als Schalter, um im Hippokampus, einer für das Gedächtnis entscheidenden Gehirnregion, gegensätzliche Formen der Anpassung zu aktivieren. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe des „Journal of Neuroscience“.

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18.03.2015 Neue Einblicke in die innere Uhr

Ras-Protein reguliert circadianen Rhythmus
Effekte auf Periodenlänge und Regulation durch externe Zeitgeber


Biochemiker der Ruhr-Universität Bochum haben neue Einblicke in die Entstehung des circadianen Rhythmus gewonnen. Sie zeigten, dass das Ras-Protein wichtig ist, um die innere Uhr zu stellen. Die Aktivität des Proteins bestimmt die Periodenlänge des circadianen Rhythmus. Ras ist auch daran beteiligt, die Periode als Antwort auf externe Zeitgeberreize wie Licht zu verschieben. Das Team um Prof. Dr. Rolf Heumann berichtet in der Zeitschrift „Molecular Neurobiology“.

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16.02.2015 Woher wir wissen, wo wir sind

EEG im Gehirn entlarvt die Signatur bestimmter Orte
Bochumer und Bonner Studie mit Epilepsiepatienten


Zu wissen, wo wir sind, und uns an zurückgelegte Wege zu erinnern, sind zentrale Fähigkeiten für das tägliche Leben. Um den Mechanismen der räumlichen Navigation im Gehirn auf die Spur zu kommen, haben RUB-Forscher um Prof. Dr. Nikolai Axmacher gemeinsam mit Kollegen aus Bonn die entsprechenden Vorgänge anhand eines direkt im Gehirn abgeleiteten Enzephalogramms (EEG) untersucht. So konnten sie die neuronale Signatur während des Lernens und Abrufs bestimmter Orte identifizieren. Sie berichten in der aktuellen Ausgabe von Current Biology.

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19.01.2015 Zitrusduft hemmt Leberkrebs

Bochumer Forscher entschlüsseln Signalweg
Duftrezeptor in Leberkrebszellen nachgewiesen


Terpene als Hauptbestandteil ätherischer Öle können das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen. Wie genau sie das tun, haben Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt jetzt an Leberkrebszellen genau untersucht. Sie konnten die molekularen Mechanismen aufklären, die bei Anwendung von (-)-Citronellal zu einem Wachstumsstopp der Krebszellen führten und wiesen nach, dass der Duftrezeptor OR1A2 die entscheidende Schaltstelle dafür ist. Der Duftrezeptor könnte künftig als Ziel für Diagnostik und Therapie des Leberkrebses dienen. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Journal Archives of Biochemistry and Biophysics.

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